Am Dienstag, 17.03.2026 ist unser H2-Wurf auf die Welt gepurzelt. Leider aber nicht so wie von uns allen gewünscht.
Ich selbst bin schon seit einiger Zeit angeschlagen und kämpfe mit einer starken Erkältung. Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen und das schon seit Wochen. In der letzten Woche war ich krank geschrieben und seit Montag hatte ich frei. Zum einen gut um mich weiter auszukurieren und zum anderen um bei Zoe zu sein. Sonntag war der 63. Tag und ich war gespannt wann es losgehen sollte.
Der Montag verlief noch total ruhig, Zoe war super gechillt. Die Nacht zu Dienstag war auch ok. Keine Anzeichen von Wehen, sie war ruhig und auch ich konnte schlafen. Dienstag Morgen wurde sie etwas nervöser und hat sich immer etwas beschwert wenn ich aus dem Wurfzimmer gegangen bin. Aber sie war immer noch sehr ruhig und entspannt. Ab und zu hat sie sich mal in die Wurfbox gelegt, aber das hatte sie die Tage davor auch schon gemacht. Also alles völlig normal, nichts ungewöhnliches.
Dann bekam Zoe am Dienstag (65. Tag) gegen 11.30 Uhr leichte Wehen und es sah so aus, als wenn sie heute ihre Babys bekommen wollte. Sie hat gut 1100 Gramm zugenommen und aufgrund der Gewichtszunahme der anderen Mamas , hatte ich mit 3 Babys gerechnet. Viel gefressen hatte sie nicht, also hab ich die Zunahme auf die Anzahl der Babys geschoben.
Um 12.20 ging sie dann wieder einmal (und das nicht das letzte mal) in die Wurfkiste. Dort blieb sie auch vorerst liegen und um 13.50 fing sie an zu pressen und hat dann um 14.45 Uhr das erste Fruchtwasser verloren.
Kleine Erklärung zu der Geburt bei Kätzchen. Die Gebärmutter sieht wie eine Stimmgabel aus. Rechts und links jeweils ein Gebärmutterhorn, welche dann zusammen laufen. Das erste Baby kommt von der einen, das nächste von der anderen Seite. Jedes Baby hat noch einmal eine eigene Fruchthülle welche natürlich auch mit Fruchtwasser gefüllt ist.
Wenn die Fruchtblase geplatzt ist, sollten nach ca 2 Stunden die eigentliche Geburt auch beginnen und das erste Babys geboren werden.
Zoe war dann aber der Meinung, nachdem sie sich alle 5 Minuten anders hingelegt hat (was auch normal ist, dadurch rutschen die Babys weiter in den Geburtskanal), wieder aus der Wurfkisten rausgehen zu wollen. Von da an lag sie mal in einem Körbchen, auf dem Fußboden, auf meiner Schlafcouch, wieder in der Wurfkiste, … aber was sie nicht mehr hatte waren Wehen. Jedenfalls keine Presswehen. Ab und zu sah man leichte Wehen (man sieht dies z.B. an wellenartige Bewegungen am Rücken) aber das war nicht genug. Ich wurde langsam ungeduldig dann zeitlich waren wir längst in dem Bereich, wo eigentlich das erste Babys schon hätte da sein sollen.
Um 19.30 Uhr habe ich dann mit unserem Tierarzt telefoniert und auch da sagte man mir, das wir lieber mal schauen sollten ob alles ok ist. Ein Baby hätte schon verstorben sein können, Babys können quer liegen, … also Katze einpacken und zum Tierarzt. Und man glaub gar nicht wie lang ein Weg von 20 Minuten sein kann. Gefühlt bin ich eine Ewigkeit gefahren.
Dort angekommen wurde Zoe zuerst abgehört, Fieber gemessen, abgetastet. Alles so weit in Ordnung. Danach Röntgen um zu sehen wie viele Babys es sind und wie sie liegen. Und dann kam die erste große Überraschung. Es war nur 1 Baby zu sehen. Und ganz ehrlich, auf dem Röntgenbild sah es riesig aus. Nun muss man dazu sagen, das Einzelbabys oft sehr groß sind aber nicht die Wehentätigkeit auslösen können wie Mehrlingsgeburten. Dann wurde noch ein Ultraschall gemacht um zu sehen, ob das Baby noch lebt. Zum Glück war aber alles in Ordnung, man konnte den Herzschlag gut sehen. Also was machen? Es war mittlerweile 20 Uhr und mein Tierarzt macht gegen 24 Uhr zu. Danach ist dort bis morgens um 7 Uhr niemand mehr zu erreichen. Da es die erste Geburt von Zoe war und das Baby wirklich sehr, sehr groß aussah, die Uhrzeit mit einbeschlossen, habe wir uns für einen Kaiserschnitt entschieden. Die Angst das es Komplikationen bei der Geburt zu Hause geben könnte war zu groß. Dann stellte sich die Frage ob wir sie gleich kastrieren. Das muss man nicht machen aber nach einem Kaiserschnitt besteht bei späteren Geburten immer die Gefahr, das es Probleme durch vernarbtes Gewebe gibt. Dies würde wieder in einem Kaiserschnitt enden. Schweren Herzens haben wir uns dann auch zu der Kastration entschieden. Noch einmal Probleme wollten wir unserem Schatz nicht antun.
Zoe hatte in der Zwischenzeit eine Infusion bekommen und es wurden noch ein paar Blutuntersuchungen gemacht (Zucker und Kalium). Und dann hieß es warten, und warten, und warten, … Da mein Mann morgens um 4.30 Uhr wieder aus muss, hat mein großer Sohn ihn in der Zwischenzeit abgeholt und ich hab allein in der Praxis gewartet. Um ca. 20.25 hat man mir dann das Baby gebracht, warm in einem Handtuch gewickelt wo er zusätzlich mit warmen Wasser gefüllten Untersuchungshandschuhen gewärmt wurde. Noch etwas nass und mit wilder Frisur wurde der kleine Mann dann von mir trocken gerubbelt. Aber riesig sah er nicht aus. Ein völlig normal entwickeltes Baby, kein Riese.
Und weiter hieß es warten. Ich hatte mir schon langsam Sorgen gemacht, denn eigentlich sollte eine Kaiserschnitt mit Kastration etwas schneller gehen. Dann kam aber gegen 21.15 Uhr die Ärztin zu mir und konnte mich beruhigen. Zoe hatte alles gut überstanden und wurde auch schon langsam wach. Der Grund das es so lange gedauert hat, hat mich dann doch etwas geschockt. Zoe hatte zwar zwei Gebärmutterhörner aber das Rechte war nicht mit dem anderen verbunden. Es lief quasi ins Leere. Sie hätte zwar wieder aufnehmen können aber immer nur einseitig. Also immer kleinere Würfe, wenn überhaupt. Unsere Entscheidung für die Kastration war also genau richtig. Für einen Züchter ist eine Kastration wirklich die letzte Option aber ich finde man muss in erster Linie an seine Tiere denken. Was ist für sie das Richtige und nicht was will ich.
Um 21.45 konnte ich dann mit dem Baby zu Zoe. Sie lag noch im Käfig am Tropf, war in einer Decke eingewickelt. Sie lag auf Wärmekissen und wurde zusätzlich von einem Heizstrahler gewärmt. Ich hatte ja schon ein paar Tränen in den Augen sie so zu sehen. Sie war zwar halbwegs wach aber sie zitterte wie Espenlaub. Den Käfig haben wir dann aufgemacht und ich konnte Zoe streicheln und ihr gut zureden. Den Kleinen hab ich ihr versucht zu zeigen, denn sie wusste ja nicht das sie nun Mama war. Zuerst hat sie ihn gar nicht wahr genommen, dann hat sie ihn zwei mal abgeleckt um dann aber noch etwas zu schlafen.
Ich hab das Baby dann bei ihr angelegt und nach einiger Zeit hat er auch angefangen zu trinken. Zoe hat das auch nicht gestört wobei ich fest der Meinung bin, das sie ihn noch gar nicht wahr genommen hat. Um 22.25 Uhr konnte ich mich dann auf den Weg nach Hause machen wo ich dann um 22.45 Uhr auch angekommen bin.
Zoe hab ich dann in das Körbchen gelegt welches sie zwischenzeitlich während der Wehen zu Hause auch genutzt hatte und es an meine Schlafcouch gestellt. Ich hab ihr das Babys wieder gezeigt, sie hat es dann auch wieder geputzt und ich konnte es wieder bei ihr anlegen. Zoe ist auch in dem Körbchen geblieben, auch wenn sie sich mehrfach anders hingelegt hat. Nun muss man sagen, das Erstgebährende noch nicht wissen, das man ein wenig darauf aufpassen muss, wo die Babys sind. Ich darf nicht drauf treten, mich nicht drauf setzten oder mich auf sie drauf legen. Nicht jedes Babys macht sich bemerkbar und könnten dann u.a. ersticken.
Das hieß dann für mich, das es eine lange Nacht wird da ich aufpassen musste, das sich Zoe nicht auf das Baby legt. Und gucken, das sie nicht an ihre Narbe geht. Bis morgens um 3.30 Uhr hat Zoe warum auch immer alle paar Minuten unentwegt miaut. Ich denke dass das Nachwirkungen der Narkose waren. Sie wusste nicht was los ist. Dann zu mir auf die Couch gesprungen und wollte kuscheln. Das habe wir auch kurz getan und plötzlich hat ihr Baby das erste mal gejammert da es allein lag. Das hat sie gehört und ist sofort in das Körbchen zurück. Und von da an hat sie wohl begriffen was los ist. Wer da an ihr rumnuckelt, dass das ihr Baby ist. Kein Miauen mehr und die restliche Nicht verlief sehr ruhig. Natürlich musste ich weiterhin aufpassen wie sich sich hinlegt und sie musste lernen wie am besten damit der Kleine an die Zitzen kommt. Aber das haben wir heute, nun zwei Tage später, wirklich gut in den Griff bekommen.
Zoe kümmert sich ganz toll um das Baby (Was auch nicht immer normal ist. Viele Mütter sind mit einem Baby unterfordert und kümmern sich dann gar nicht darum. Auch muss man schauen ob sie genug Milch hat. Normalerweise regt eine Geburt den Milchfluss an. Gab es nicht. Die Mütter fressen die Nachgeburt (Plazenta), welches die Milchbildung anregt. Gab es auch nicht). Zoe hat aber trotz allem etwas Milch und ich hoffe das es noch mehr wird. Zufüttern muss ich zur Zeit nicht und ich hoffe das dies auch so bleibt.
Wir züchten nun seit 10 Jahren und dies war unser erster Kaiserschnitt. Und ganz ehrlich, ich hoffe das war der erste und auch der letzte mal. Es ist nicht schön für die Mamas, nicht schön für die Babys und auch nicht schön für uns Züchter.
Motto: Helden

| Name | Geschlecht | Farbe | Variante | Status |
|---|---|---|---|---|
| Hector | Männlich | Seal | Bicolour | unv. reserviert |
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Status:
frei: dieses Kitten ist noch zu haben, Anfragen sind willkommen
unverbindlich reserviert: es gibt für dieses Kitten bereits Interessenten, Anfragen sind aber weiterhin willkommen da noch nichts endgültig entschieden ist
reserviert: es liegt eine verbindliche Reservierung vor, bitte nicht mehr anfragen das Kitten hat seine Familie gefunden
unter Beobachtung/Zucht u./o. Show: das Kitten steht unter Beobachtung ob evtl. Zucht-/Showqualität vorliegt. Bedeutet aber nicht das es auch in die Zucht geht. Anfragen sind weiterhin willkommen
